»Was die Gesellschaft zusammenhält – Neue Aufgaben und Chancen für Musikvermittlung und ihre Institutionen«

Zum siebten Mal trafen sich Akteurinnen und Akteure aus dem Bereich Musikvermittlung aus fünfzehn europäischen Ländern in Hamburg zum internationalen Symposium »THE ART OF MUSIC EDUCATION«. Von Mittwoch, den 26. bis Freitag, den 28. Februar 2020 beschäftigte sich die Konferenz mit den Einflüssen aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungen auf Kunst und Kulturorganisationen, auf das Selbstverständnis von Musikern, die Arbeit von Musikvermittlerinnen sowie auf künstlerische Ausbildungsprogramme.

In seiner Eröffnungsrede verwies Hamburgs Kultursenator Carsten Brosda zunächst auf die von der Verfassung garantierte Kunstfreiheit, die auch für Kulturinstitutionen gelte, wie es die Konferenz der deutschen Kulturminister festgestellt habe. Kulturinstitutionen, auch wenn sie staatlich gefördert werden, seien nicht zu politischer Neutralität verpflichtet. Über dies könne Kunst »unfassbar politisch« sein, »aber aus sich selbst heraus, nicht weil wir ihr eine zweckrationale Überformung geben, dass sie politisch wirksam sein soll«, so Brosda.

Stefanie Carp, Intendantin der Ruhrtriennale, berichtete aus eigener Erfahrung, wie rasch sich politische Auseinandersetzungen in Zeiten von identitätspolitischen Grabenkämpfen entfachen.

Im Abschlussgespräch zeigte sich der ehemalige Bundestagspräsident Norbert Lammert besorgt, »dass in der vermeintlich aufgeklärtesten Gesellschaft aller Zeiten wieder zunehmend Wahrheitsansprüche reklamiert werden.« Politik habe, so Lammert, nichts mit Wahrheitsfindung zu tun, sondern mit der legitimen Wahrnehmung von Interessen, die sich eine Gesellschaft in der ganzen Bandbreite von Meinungen und Haltungen nur erlauben könne, »wenn es mindestens einen Konsens darüber gibt, wie diese Konflikte ausgetragen werden müssen. Ohne diesen Mindestkonsens erhält keine Gesellschaft ihren inneren Zusammenhalt…Die Neigung zum Fundamentalismus, die ja in einer erschreckenden Weise neue Urständ feiert, ist der Rückfall hinter die Erkenntnisse, die in der Aufklärung scheinbar ein für allemal durchgesetzt worden sind.«

Wir bieten hier einen Rückblick und laden zum Nachhören und -lesen ein.



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Programm

26. - 28.02.2020

Akteure

Abigail Pogson

Anne Pallas

Christine Ebeling

Christoph Lieben-Seutter

Prof. Constanze Wimmer

Debra King

Dr. Lothar Dittmer

Dr. Markus Fein

Esther Bishop

Ewa Bogusz-Moore

Frauke Roth

Gerald Mertens

Jari Perkiömäki

Katharina von Radowitz

Prof. Lydia Grün

Mark Scheibe

Matt Robinson

Prof. Norbert Lammert

Notos Quartett

Orchester Germania

Sarah Wedl-Wilson

Sean Gregory

Senator Carsten Brosda

Stefan Forsberg

Stefanie Carp

Steven Walter

Sven Hartberger

Tobias Rempe


Anreise und Übernachtung

Das Tagungsgebäude der Körber-Stiftung in der Hamburger HafenCity.

Vom Flughafen: S-Bahn

Die S1 fährt im Zehn-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof. Die Fahrt dauert 25 Minuten.

Vom Hauptbahnhof: U-Bahn

Die gelbe Linie U3 in Richtung Schlump-Barmbek fährt im Fünf-Minuten-Takt bis zur Station Baumwall. Die Fahrt dauert sechs Minuten.

Anfahrtsskizze zum Download

Tagungsort

Körber-Stiftung
Kehrwieder 12
20457 Hamburg

Veranstaltungsort der Körber-Stiftung ist das KörberForum in der HafenCity. Im Mittelpunkt des Programmangebots von rund 100 öffentlichen Veranstaltungen im Jahr stehen Ergebnisse und Impulse der Stiftungsarbeit aus den Fokusthemen »Technik braucht Gesellschaft«, »Der Wert Europas« und »Neues Leben im Exil«. Die Stiftung bietet damit ein Forum für engagierte Bürger, die nicht alles so lassen wollen, wie es ist.

Übernachtung

In ausgewählten Hotels in der HafenCity wurden Zimmer zu vergünstigten Konditionen reserviert. Die Preise pro Nacht für ein EZ inklusive Frühstück beginnen bei 99 € (begrenzte Verfügbarkeit).
Die Kontaktdaten und Reservierungsstichworte zu den Hotelkontingenten erfahren Sie in Ihrer Teilnahmebestätigung.

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Kongresssprache

Englisch und Deutsch. Es wird eine Simultanübersetzung aller deutschen Beiträge ins Englische angeboten. Englische Beiträge bleiben unübersetzt.


Veranstalter

Körber-Stiftung

Gesellschaftliche Entwicklung braucht Dialog und Verständigung. Die Körber-Stiftung stellt sich mit ihren operativen Projekten, in ihren Netzwerken und mit Kooperationspartnern aktuellen Herausforderungen in den Handlungsfeldern »Innovation«, »Internationale Verständigung« und »Lebendige Bürgergesellschaft«. Die drei Themen »Technik braucht Gesellschaft«, »Der Wert Europas« und »Neues Leben im Exil« stehen derzeit im Fokus ihrer Arbeit. 1959 von dem Unternehmer Kurt A. Körber ins Leben gerufen, ist die Stiftung heute mit eigenen Projekten und Veranstaltungen national und international aktiv. Ihrem Heimatsitz Hamburg fühlt sie sich dabei besonders verbunden; außerdem unterhält sie einen Standort in Berlin.

www.koerber-stiftung.de

Elbphilharmonie Hamburg

Mit der Eröffnung im Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg aus dem Stand zu einem der weltweit erfolgreichsten Konzerthäuser. Weit über 11 Millionen Menschen waren bislang auf der öffentlichen Plaza, von wo aus sich aus 37 Meter Höhe ein einmaliger Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Etwa ein Fünftel dieser Besucher erlebte bereits ein Konzert im Haus. Nachdem zweieinhalb Jahre lang nahezu jedes Konzert mit egal welchem Repertoire im Handumdrehen ausverkauft war, pendeln sich so langsam etwas normalere Verhältnisse ein. Der Konzertbereich der Elbphilharmonie umfasst zwei Konzertsäle mit 2100 bzw. 540 Plätzen und einen überaus intensiv genutzten Musikvermittlungsbereich. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen weiterhin das musikalische Programm von Hamburgs neuem Wahrzeichen.

www.elbphilharmonie.de


Kooperationspartner

European Concert Hall Organisation (ECHO)

Die European Concert Hall Organisation (ECHO) ist ein aktives Netzwerk, welche viele der bedeutendsten Konzerthäuser Europas zusammenbringt, damit sich diese auf professioneller Ebene austauschen, gemeinsam reflektieren und neue Initiativen ins Leben rufen können.

www.concerthallorganisation.eu


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